Überblick

Letschin, Bild: Rebecca Schween
Bild: Rebecca Schween; Copyright: STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland mbH

Was sind Digitale Orte?

Digitale Orte – unter diesem Begriff versammelt sich in Brandenburg eine bunte Vielzahl von Orten, darunter ländliche Coworking-Spaces, Maker-Spaces und Fab-Labs, Orte der digitalen Bildung, Gründungszentren oder auch kreativwirtschaftliche und tourismuswirtschaftliche Angebote.

In ihrer Vielfalt ist ihnen gemein: An diesen Orten wird digital gearbeitet, gewirtschaftet oder gelernt. Ihre Türen sind offen für ein breites Publikum. Und sie sind innovativ – in ihrer eigenen Gestaltung, durch den gemeinschaftlichen Raum, den sie schaffen, und durch die Lösungswege, die sie angesichts von Herausforderungen vor Ort beschreiten. Damit tragen Digitale Orte wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei.

Digitale Orte bergen viel Potenzial, insbesondere auch für ländliche Räume – sie sind Standorte für Vernetzung und Innovation, sie setzen in ihrer Region wichtige neue Impulse und stärken deren Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit.

Der Wettbewerb

Mit dem landesweiten Wettbewerb „Digitale Orte in Brandenburg: Innovativ. Offen. Regional.“ ruft das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) des Landes Brandenburg die Betreiberinnen und Betreiber sowohl neu entstehender als auch bestehender Digitaler Orte dazu auf, sich um eine Förderung zur Entwicklung oder Weiterentwicklung ihres Digitalen Orts zu bewerben.

Für alle Bewerberinnen und Bewerber kommt dabei ein zweistufiges Verfahren zur Anwendung: In der ersten Stufe steht die Teilnahme am Wettbewerb mithilfe des Online-Bewerbungsformulars. Kann sich ein Vorhaben durchsetzen und wird im Dezember prämiert, werden die jeweiligen Bewerberinnen und Bewerber in der zweiten Stufe zur Einreichung eines formalen Zuwendungsantrags aufgefordert. Das Auswahlverfahren erfolgt über eine Fachjury. Im Rahmen des Wettbewerbs können etwa 5 bis 10 Digitale Orte mit einer Förderung in Höhe von bis zu 200.000 Euro pro Vorhaben prämiert werden.

Prämierte Orte 2022

DigiCampus Oderbruch - digital lernen - digital machen.

Wo: 15324 Letschin
Wer: Gemeinde Letschin

Das Projekt „DigiCampus Oderbruch“ hat das Ziel, die digitalen Kompetenzen der Menschen im Oderbruch zu stärken. Mit dem „Digitalen Dorfhörsaal“, der „Digitalen Werkstatt“ und Angeboten zur Kompetenzvermittlung im Bereich digitale Medien soll ein Ort entstehen, der Schüler:innen, Azubis, Gründer:innen, Selbstständigen, Vereinen und Senior:innen gleichermaßen den Zugang zu digitalen Bildungsmöglichkeiten und Werkzeugen ermöglicht. Zur Verankerung werden das Projekt und sein Angebot mit bereits bestehenden Initiativen vor Ort wie dem Makerspace Boberhaus sowie dem Coworking Space „Alte Schule Letschin“ (STIC) eng verzahnt.

Geplante Räume in der Alten Schule, Bild: Gemeinde Letschin + 4 Bilder
Geplante Räume in der Alten Schule, Bild: Gemeinde Letschin

Creative Space Forst

Wo: 03149 Forst
Wer: Mobanisto UG

Mit dem Digitalen Ort „Creative Space Forst“ wird ein offener und multifunktionaler Ort geschaffen, der Menschen aus Forst (Lausitz) und Umgebung generationsübergreifend zusammenbringt. Sein Angebot umfasst einen Coworking Space, einen Bereich für ansprechende Kunst- und Kulturformate sowie Bildungsangebote insbesondere für Vereine, Unternehmen und Senior:innen zur Steigerung der Digitalkompetenz – dies soll teils partizipativ und bedarfsorientiert mit den Menschen vor Ort zusammen entwickelt werden. Neben den konkreten Angeboten ist der Creative Space auch als Netzwerk-Hub und Anlaufstelle für Gründer:innen, lokale Gruppen und Unternehmen gedacht. Die Mischung aus digitalen und kulturellen Angeboten soll bestehende Lücken in einer Region schließen, die stark von demografischem Wandel, Abwanderung und dem Schwinden der Daseinsvorsorge betroffen ist.

Meet-Up im Permakulturgarten, Bild: Anne Sensel + 4 Bilder
Meet-Up im Permakulturgarten, Bild: Anne Sensel

Alte Feuerwache DIGITAL Boitzenburg

Wo: 17268 Boitzenburger Land
Wer: Gemeinde Boitzenburger Land

Die Gemeinde Boitzenburger Land möchte sich digitaler und bürgernäher aufstellen. Dazu wird in der „Alten Feuerwache“ ein multifunktionaler Raum geschaffen, der Bürger:innen eine funktionierende digitale Infrastruktur bietet, barrierefreien Zugang zu insbesondere auch verwaltungs- und bürgerrelevanten Informationen schafft und dadurch mehr Teilhabe ermöglicht. Geplant sind eine digitale Zweigstelle der Verwaltung als eine Art erster Kontaktpunkt sowie flexible Arbeitsplätze. Der Raum soll multifunktional von verschiedenen Akteuren – Bürger:innen, Vereinen, Bildungseinrichtungen – genutzt werden können und auch als außerschulischer Lernort dienen. Gemeindliche Veranstaltungen können hier in Zukunft zentral tagen. Die bestehende Tourismusinformation mit offener Bibliothek wird zudem ausgebaut und digitaler ausgestattet. Die „Alte Feuerwache DIGITAL“ soll vielfache Informations- und Kommunikationsfunktionen übernehmen, dabei die gesamte Breite der Bürgerschaft ansprechen und so das Dorf sowie den Tourismus im Boitzenburger Land stärken.

Alte Feuerwache DIGITAL _ Bild 1, Bild: Daniela Redepenning, Ortsbeirat Boitzenburg + 4 Bilder
Alte Feuerwache DIGITAL _ Bild 1, Bild: Daniela Redepenning, Ortsbeirat Boitzenburg

Virtual Reality Campus im Bahnhof Halbe

Wo: 15757 Halbe
Wer: Himmel & Jord GmbH

Der „Virtual Reality Campus“ befestigt und erweitert den bestehenden ländlichen Kulturknotenpunkt „Esperanto-Stacio“ – internationale Begegnungsstätte, Kreativort, Coworking Space und Retreatort – am Bahnhof von Halbe und ist Bestandteil des „Kulturcampus Halbe“. Das Vorhaben konzentriert sich auf die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Virtual Reality (VR), Augmented Reality, 3D-Visualisierungen, Gaming und mehr. Dazu werden eine VR-Station und ein VR-Experimentierraum eingerichtet, um die verschiedenen Zielgruppen niedrigschwellig an diese neuen Technologien heranzuführen und darin weiterzubilden. Fachpublikum und Unternehmen soll zudem ermöglicht werden, mit diesen neuen Technologien zu experimentieren, neue Angebote zu testen und weiterzuentwickeln. Durch die Hinwendung zur VR-Technologie sollen die zahlreichen Angebote des Ortes auch überregional an Relevanz gewinnen.

Skizze Raumaufteilung EG, Bild: Nadine Petersen + 4 Bilder
Skizze Raumaufteilung EG, Bild: Nadine Petersen

Großraumbüro

Wo: 16792 Zehdenick
Wer: Großraum e.V.

Das Projekt „Großraumbüro“ hat das Ziel, Wohnen, Arbeiten und Gestalten zusammenzubringen und wirksam miteinander zu verbinden. In einer ehemaligen Schule werden dazu ein Mehrgenerationenhaus, ein ländlicher Coworking Space mit rund 30 Arbeitsplätzen sowie eine Begegnungs- und Lernstätte in Form von offenen Medien- und Grafikwerkstätten geschaffen. Vielfältige Veranstaltungs- und Beteiligungsformate zum Wissenstransfer und Community-Aufbau wie Repair-Cafés, Ask-Me-Anything-Runden mit lokalen Unternehmer:innen oder auch eine „Bibliothek der Dinge“ werden das Angebot von Arbeitsinfrastruktur und Werkstätten ergänzen. Entstehen soll ein Ort, der den interdisziplinären Austausch stärkt und neue Synergien zwischen digitaler und analoger Arbeit ermöglicht.

Ehemaliges Schulgebäude, Bild: Großraumbüro + 4 Bilder
Ehemaliges Schulgebäude, Bild: Großraumbüro

GrassrootStudios

Wo: 04916 Herzberg
Wer: Stadt Herzberg (Elster)

Der Summer of Pioneers hat frischen Wind nach Herzberg gebracht. Mit „GrassrootStudios“ entsteht eine offene und multifunktionale Begegnungsstätte im Zentrum der Stadt als überregionaler Ankerpunkt für Herzberger:innen, Kreative, Gründer:innen und Unternehmen mit Fokus auf neue Arbeitsformen. Mit einer Kombination aus ko-kreativem Makerspace, Livinglab, digital-hybrider Eventlocation, Showroom und Café sollen hier analoge und digitale Welt vereint werden und – angereichert mit vielfältigen Workshopformaten – ein Ideenlabor und Innovationshub entstehen, das nachhaltige Beiträge für die Zukunft der Region Lausitz schafft.

GrassrootStudio_Lageplan, Bild: Open Street Map + 3 Bilder
GrassrootStudio_Lageplan, Bild: Open Street Map

Die Jury

Anne-Laure von Fuchs
Gründerin und Geschäftsführerin von Gut Zahren, Gallin-Kuppentin
Tobias Kremkau
Referent für Beratung und Entwicklung, CoWorkLand e.G.
Prof. Dr. Ariane Sept
Professorin für Partizipative Kommunalentwicklung und Gemeinwesenarbeit, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften
Hannes Trettin
Gründer und Geschäftsführer der Project Bay GmbH, Lietzow
Dr. Andreas Zimmer
Leiter der Abteilung Cluster- und Destinationsentwicklung, Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Kontakt

Anna Momburg
E-Mail: info@digitale-orte-brandenburg.de
Telefon: +49 33841 413 912 (montags–freitags)

Kontakformular

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